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Visualisierungsdrang bzw. Pt.II


Ich weiß, ich sagte am Montag sollen die Fotos kommen... Allerdings war da dieser Hund, der das Internetkabel zerkaute. Beim ersten mal ließ es sich noch notdürftig zusammen flicken, beim zweiten mal auch noch so gerade eben, nach dem dritten mal, war allerdings nicht mehr viel vom Kabel übrig, was man noch hätte flicken können. Jetzt haben wir auch noch beim Versuch ein neues Kabel durch die Wand zu ziehen, eben dieses Teil in eben dieser Wand zum Feststecken gekriegt, womit erst mal alle Rettung dahin wäre. Aber egal, wann immer ich diesen Blog online stellen kann, schreiben kann ich ja schonmal.
Noch mit Internet konnte ich auf jeden Fall noch ein paar andere Sachen aktualisieren. Zum Beispiel lese ich gerade zwei neue Bücher, "Ich bin dann mal weg" und "Das zweite Gesicht". Außerdem bekam ich letzte Woche mal wieder Ballonpost, die nun ganz wunderbar meinen Schrank ziert.

Um dann mal das große Geheimnis wo und wie ich eigentlich wohne zu lüften, habe ich während der letzten Wochen mal ganz viele Fotos gemacht. Here we go!


Das ist also unser Haus, zweimal von vorn, einmal von hinten. Ich finde es übrigens recht schön, und auch der Fakt, dass alle Häuser unserer Straße genau gleich aussehen, lässt sich ertragen. Immerhin sehen sie nett aus.




So sieht es hinter'm Haus im Garten aus. Da steht ein wunderbares Trampolin, das ich allerdings noch nicht ausprobiert habe, denn ich bestehe darauf, dass es mir im Winter zu kalt dazu ist, und noch ein Haufen anderer großer Spielsachen, die im Sommer sicher alle noch zum Einsatz kommen.





Hier sieht man die Küche, wo eigentlich immer am meisten rumsteht, aber es ist ein sympatisches Chaos.



Zwei Blicke ins Wohnzimmer mit Hund davor.




Das ist das Badezimmer, was ich benutze und mir mit den beiden Mädels teile. Die brauchen es zum Glück nur zum Baden am Abend. Der Boden ist übrigens Teppich! Das erste mal, dass ich Teppich im Bad erlebe...





Hier sieht man den Playroom, der vollgestopft ist mit Spielzeug aller Art, das man jetzt allerdings nicht sehen kann, weil es alles außerhalb des Bildes steht *g*. Und dahinter geht es raus zum Wintergarten, in dem es selbst im tiefsten Winter so warm wird, dass man sich am liebsten in die Sonne legen würde.





Ganz stilecht in Rosa und Pink ist das natürlich Sophie's Room. Ja, sehr aufgeräumt, aber gespielt wird ja auch meistens unten im Playroom.





Genauso pinklastig und aufgeräumt ist auch Chloe's Room und Schränke befinden sich übrigens gerade alle außerhalb des Fotos.



Das sind unsere tierischen Mitbewohner. Zum einen Bailey, die uns aber jetzt wohl bald verlassen wird, bzw. es schon getan hat, wenn das Kabel entdlich repariert wurde, zum anderen Fred und Moby (keine Ahnung, wer wer ist), die beiden stinklangweiligen Goldfische.


Jetzt also der wichtigste und schönste Raum des Hauses (aber wohl auch der am schlechtesten geheizte): Mein Zimmer!!! Hier sieht man der Reihe nach mein Bett, mein Schränke, meine Schreibtischecke und meine Tür. Und dann habe ich noch etwas ganz tolles fabriziert, eine Animation, bei der man einen Rundumblick bekommt. Ich hoffe, ich überforder jetzt keinen Computer damit. Am Anfang braucht es lang zum Laden, aber wenn einmal alles da ist, läuft es in vernünftigem Tempo.
Animation


Und schließlich aus aktuellem Anlass etwas ganz neues von heute morgen (Dienstag). Ich komme aus der Dusche, gucke zum Badezimmerfenster raus, strahlender Sonnenschein. Schnappe mir ein Handtuch, gucke wieder, Schnee!!! Irgendwann hörte ich mal, dass es in Irland niemals schneien würde. Tja, war wohl nix... Ich habe mich auf jeden Fall gefreut wie ein kleines Kind, denn es war für mich tatsächlich der erste Schnee des Winters. Nach 10min war der Spuk allerdings auch schon wieder vorbei und die Sonne strahlte wie zuvor, aber vor unserem Haus im Schatten ist tatsächlich ein klein bisschen liegen geblieben. So schön sah das heute aus:


Schneegestöber
7.2.07 13:53


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Der ganz normale Wahnsinn bzw. Pt.I


Hiermit fange ich an, detailliertere Einblicke in mein tägliches Dasein und die letzten drei Wochen zu geben. Nach meiner Stichpunktliste zu urteilen, kann das etwas länger werden, weshalb ich mich entschlossen habe, den Eintrag in vier einzelne zu teilen. Jeden Tag gibt es einen weiteren Teil, heute möchte ich mich den spannenden alltäglichen Gegebenheiten widmen.

Mein tägliches Arbeitspensum hält sich (noch) in Grenzen, mal sehen, ob es einfach noch ein bisschen mehr Eingewöhnung bedarf, aber noch ist es sehr entspannt. Das einzig schwere, ist für mich chronische Langschläferin das regelmäßige frühe Aufstehen. Jeden morgen um kurz nach 7h, da bin ich eigentlich noch halbtot. Sobald ich über mir Getrampel und Geschrei höre, weiß ich, es ist allgemein Aufstehenszeit, also stürze mich ins Gewühl, um ein klein bisschen beim Anziehen behilflich zu sein, aber eigentlich erledigt sich das von selbst. Das Frühstück mache ich dann noch schnell und für Sophie ihren Schulsnack und sonst bleibt nur warten, dass die beiden Mädels endlich ihre Schüsseln leer kriegen und man sie ins Bad zum Zähneputzen verfrachten kann. Das war’s auch schon, denn dann ist viertel nach 8 und alle machen sich auf den Weg.
Ich widme mich erst mal Frühstück und Dusche und erledige dann mein morgendliches Arbeitspensum. Das heißt, Montags und Freitags sauge ich einmal durch’s Haus, Dienstags ist Staubwischen dran, Mittwochs bügeln und Donnerstag eben die Toilette und das Bad putzen. Im Schnitt kann ich dafür eine Stunde einplanen, also wirklich weltbewegend ist das nicht. Dann bin ich eigentlich noch immer mit Bailey durch den Park gegangen, was ich sogar gern gemacht habe, da es morgens zwischen 11h und 12h aus unerklärlichen Gründen immer sehr sonnig ist. Aber der Hund wurde heute abgeschafft, was ich gerade ziemlich krass finde. Sie hat letzte Nacht das Telefon-/Internetkabel durchgekaut und jetzt wird sie zurück gegeben. So als wäre da Garantie drauf und man müsst sie nur zurück bringen, und sie wird kostenlos zurück genommen bei Mängel am Produkt... Aber ok, ist nicht mein Hund, da will ich mich nicht einmischen. Abgesehen von der notorischen Kauerei war sie aber eine ganz liebe. Etwas hyperaktiv, aufgedreht und nicht zu bremsen, aber schrecklich anhänglich, streichelbedürftig und auch sehr ruhig. Bellen habe ich sie nur ab und zu gehört, wenn sie draußen in ihrer Hütte sein musste, aber wusste, dass jemand im Haus war. Sonst hat sie nie einen Mucks von sich gegeben. Die halbe bis dreiviertel Stunde mit dem Hund raus gehen, fällt jetzt also auch noch weg von meinem Arbeitsplan.
Ok, meine Family kam grad zurück, mit dem Hund. Also bleibt sie erst mal hier, mal sehen wie es weiter geht.
Bis 13h habe ich dann erst mal gar nichts zu tun und dann kommt Lucy mit Sophie von der Schule zurück. Sie isst Mittag, wir meistens nur eine Kleinigkeit nebenbei, aber das nimmt auch schon wieder eine Stunde in Anspruch, denn beide Mädels sind schreckliche Esser. Jeder Tag ein kleiner Kampf, egal ob Frühstück, Mittag oder Abendbrot. Nach dem Mittag muss ich sie dann ab und zu tatsächlich mal für zwei Stunden beschäftigen, was nicht schwer ist, es gibt genug zu spielen und zu basteln. Allerdings ist das doch ziemlich selten, denn Dienstags hat sie nachmittags Schwimmern, Mittwochs Musikschule und Freitags habe ich den Nachmittag frei, da bleiben nur noch Montag und Donnerstag, wo sie oft auf Geburtstagen oder bei Freundinnen ist.
Chloe wird dann gegen 16.30h von der Creche abgeholt und wenn sie da ist, gibt es eigentlich schon sofort Tea, also ein kleines Abendbrot um 17h. Da mache ich quasi gar nichts, denn die beiden brauchen eh eine Stunde um aufzuessen und haben ihre Mama daneben stehen, die sie alle 30sec drauf hinweist, dass sie nicht quatschen, sondern weiter essen sollen. Also warte ich einfach nur... Dann geht es ins Bad, was ich tatsächlich ab und an mal übernehme (Montags oder Mittwochs, denn Di und Do muss ich um halb 6 zur Sprachschule), oft ist aber auch Bob schon von der Arbeit zurück und kümmert sich drum. Dann kriegen sie noch ein oder mehrere Geschichten oder ein bisschen TV und schwups sind sie im Bett, irgendwann zwischen 18.30h und 19h. Wie man sieht, kann ich nicht grad sagen, dass ich mich zu Tode schufte. Am Samstagmorgen oder Nachmittag, wie es grad benötigt wird, habe ich beide Mädels noch mal für 3 – 4 Std, was wir gestern mit ganz viel Kneten und Malen verbracht haben und der Park ist ja auch direkt vor der Tür. Und mein Babysitten sieht so aus, dass ich einfach nicht selbst ausgehe. Denn Lucy und Bob gehen erst weg, wenn die Mädels schlafen und dann wachen sie auch eigentlich nicht mehr auf. Also alles sehr entspannt...

Dienstags und Donnerstags gehe ich jetzt wie gesagt zur Sprachschule, ins English Language Institute. Ich war jetzt dreimal dort, und es ist sehr nett. Von 18.30h bis 20.30h haben wir zwei Stunden Kurs, sind meistens so um die 8 Leute. Das Englischniveau meiner Mitstreiter und des Unterrichts passt zu meinem, Moira unsere Lehrerin ist auch super und alle sind nett. Macht also Spaß.
Um dorthin zu kommen, fahre ich nach Dublin in die Innenstadt, denn die Schule ist am St. Stephen’s Green. Dazu nehme ich den Bus von hier aus, der ungefähr eine halbe Stunde braucht. So genau kann man das allerdings nicht sagen, denn das Bussystem ist hier schon etwas ganz besonderes.
Dublin ist von der Größe und der Einwohnerzahl ungefähr mit Bochum zu vergleichen, steht in Sachen Verkehr allerdings Paris in keiner Weise etwas nach. Was hier auf den Straßen los ist und wie die Iren fahren, ist echt lebensmüde. Es gibt hier nur den DART, das ist wie eine S-Bahn, der vom nördlichsten bis zum südlichsten Vorort die Küste entlang fährt und den LUAS, das ist eine neue Straßenbahnlinie, die eher die Westseite bedient. Und sonst besteht der komplette öffentliche Nahverkehr aus Bussen. Die sehen alle so aus...

...und verstopfen zu tausenden die Straßen. Wenigstens muss man sich keine Gedanken machen, ob ein Bus grad pünktlich ist oder wann der nächste kommt, denn es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als einfach auf gut Glück zu warten, irgendwann wird schon einer kommen. Denn exakte Fahrpläne wurden hier erst gar nicht angeschafft. Jeder Fahrplan verrät nur die Startzeit des Busses an seinem Startpunkt und die ungefähre Fahrtdauer von Ort zu Ort. Also 10min zu früh oder 10min zu spät liegen noch genau im Fahrplan, es gibt ja kein pünktlich. Und da mein Bus tagsüber eh alle 10 bis 15min fährt, brauche ich gar nicht erst überlegen, welchen ich nehme.
Noch eine spannende Sache ist der Ticketkauf. Normale Einzeltickets werden beim Fahrer gekauft, Automaten gibt es leider nicht. Und dem muss man das Geld passend geben, denn es gibt kein Wechselgeld. Man bekommt nur eine Quittung über das zuviel gezahlte und damit kann man dann in der Stadt zum Hauptbüro gehen und kriegt sein Geld wieder. Da vieles nicht abgeholt wird, macht das Busunternehmen wohl richtig gute Einnahmen damit. Ich z.b. habe es quasi nie passend, denn ich muss 1,90€ zahlen und das ist verdammt schwer, zusammen zu kriegen. Also sammle ich bei jeder Fahrt 10 Cent Quittungen und im Sommer schau ich mal da vorbei und hol mir ein paar Euro zurück. Bei meiner ersten Busfahrt zur Schule bin ich übrigens aus Orientierungslosigkeit beinahe verzweifelt. Im Bus selbst gibt es keine Anzeigen der Haltestellen und außerhalb des Stadtzentrums auch noch nichtmals an den Haltestellen. Dazu war es dunkel, hat geregnet und alle Scheiben waren beschlagen. Dann versuch mal rauszufinden, wo du grad bist! Besonders, wenn man zum ersten mal die Strecke fährt, nicht grad einfach. Und wenn man oben sitzt, ist es auch schwer im letzten Moment nach unten zur Tür zu sprinten, wenn man im letzten Moment doch feststellt, man müsste grad aussteigen. Aber inzwischen finde ich mich zurecht, man gewöhnt sich ja an alles.
Was nur noch ein amüsantes Erlebnis bereitet hat, war eine Erkenntnis letzte Woche. Ich stand nach der Schule an der Haltestelle, zum ersten Mal ohne Mitwartende und fror. Irgendwann (theoretisch eine viertel Std. zu spät) kam mein Bus und ich freute mich, ging vor an die Straße und was macht der Bus? Er fährt einfach an mir vorbei! Erst mal war ich perplex und natürlich außer mir vor Freude, noch eine weitere halbe Stunde warten zu dürfen. Während des Wartens kamen aber auch andere Menschen und stiegen in andere Busse, was mir Gelegenheit gab, zu merken, dass sie alle dem Busfahrer den Arm entgegenstrecken um ihm zu zeigen, dass sie auf ihn warten und er doch bitte warten soll. Schlaue Sache bei so vielen verschiedenen Bussen, die an einer Haltestelle halten. Aber schon doof, wenn man so was nicht weiß. Aber jetzt habe ich es gelernt und strecke immer schön brav meinen Arm aus und werde auch nicht mehr in der Kälte stehen gelassen.

Ohne Busse zu erreichen ist zum Glück der nächste Supermarkt. Da bin ich ein bisschen besser versorgt als in Frankreich, denn der ist nur einen kurzen Weg durch den Park entfernt, man braucht ca. 10min. Und es ist ein schöner großer. Dunnes Store nennt sich das Teil, hält zwar nicht mit den Giganten Carrefour oder Auchan mit, kommt aber nah dran. Ich würde ihm auf meiner Größenskala eine 8 geben, denn es ist schon nicht schlecht groß und auch mit Kleiderabteilung und kleinem Shoppingcenter dran. Und das allerwichtigste: 24 Stunden, 7 Tage die Woche geöffnet. Einkaufsvergnügen ohne Einschränkungen also. Da kaufe ich also meinen Tagesbedarf an Schokosachen und Tee (hmmmmm... ganz toller! Orange-Mango-Zimt!).
Letzte Woche war da eine ganze Schule eingeflogen um den Kunden ihre Einkäufe in die Taschen zu packen. Womit ich bei einem weiteren erwähnenswerten Thema wäre, um das ich hier nicht drum rum komme. Schuluniformen. Ich habe mir mein ganzes Schülerleben eine Schuluniform gewünscht, leider hat es nie geklappt und inzwischen ist meine Schulzeit vorbei und in Deutschland wurde das immer noch nicht eingeführt. Irgendwann erzählten mir meine Eltern mal, dass sie vor meiner Geburt überlegten nach Neuseeland auszuwandern, ich war daraufhin ziemlich enttäuscht. Hätten sie es doch mal gemacht, dann hätte ich mein ganzes Leben Schuluniform tragen dürfen. Die irischen Schüler haben dieses Glück auf jeden Fall. Und da das für mich schon immer diese große Sehnsucht war, kann ich auch nicht anders, als immer drauf zu achten. Sehr sehr viele Schüler in sehr sehr vielen verschiedenen Uniformen sind in Dublin unterwegs und immer denke ich, ich will auch! Sophie hat auch eine, auf dem ersten Bild was ich im Dezember hochgeladen habe, wenn man ein bisschen runterscrollt, hat sie sie an. Um das also zusammen zufassen, in meinem nächsten Leben, möchte ich bitte in einem Land mit Schuluniform leben!

Ich denke, für heute habe ich genug erzählt. Morgen geht es weiter mit ganz vielen Fotos von unserem Haus, meinem Zimmer und was ich grad noch so zeigen kann. Bis dahin noch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die Woche!
4.2.07 17:06


Beautiful Ireland


Wie ihr seht habe ich es geschafft! Ich melde mich zurück aus der Versenkung der letzten drei Wochen, im Gepäck dieses neue Layout. Dass es so lange gedauert hat, war nicht beabsichtigt. Erst fehlte mir Zeit und Muße, dann mal zwischendurch Internet, und irgendwann hatte ich es endlich recht weit geschafft, als mir mein Programm einen Strich durch die Rechnung machte. Dann wurde ich auch noch krank und schließlich war die Motivation wieder von dannen. Dazu gab es noch den alltäglichen Stress - irgendwann arbeite ich ja tatsächlich auch mal - und die letzten paar Tage wurden auch nochmal gehörig von Deutschland aus durcheinander gewirbelt. Lange Rede, kurzer Sinn, jetzt habe ich es geschafft.
Ich habe auch einiges zu erzählen und zeigen, aber das werde ich morgen tun. Bis dahin muss dieser Anblick reichen, wollte es nur nicht ganz unkommentiert dastehen lassen. Jetzt kann ich endlich den ersten Haken auf meiner To Do-Liste machen.
4.2.07 01:56


Irisches Irland


Da bin ich also, so ganz irisch aus Irland (überseht einfach das Frankreich-Layout). Denn Irland ist schon ziemlich irisch finde ich. Gefällt mir.
Also, ich bin gut angekommen! Habe all mein mehr oder weniger übermäßiges Gepäck in den Flieger gekriegt, habe es mal wieder geschafft, keinen Lesestoff in der richtigen Tasche zu haben und auch noch einen MP3-Player mit leeren Akkus und der Nachschub war auch wieder in der falschen Tasche. Dazu gab's auch nicht viel zu gucken, denn 30Sek nach unserem Start gab es nur noch Wolken zu sehen, erst noch von mitten drin dann von oben drüber und das blieb bis zum Landeanlug auch so. Aber irgendwie brauchte ich mich gar nicht groß beschäftigen, denn theoretisch waren es zwar zwei Stunden Flug (ich habe es auf einer nicht umgestellten Uhr hinterher kontrolliert), aber praktisch bin ich sicher, dass das nur 30min gewesen sein können. Als wir uns der Küste Dublins näherten und endlich wieder unter die Wolken schwebte, hätte ich dann endlich mal was spannendes betrachten können, gerade so die ersten Momentaufnahmen, die man vom Land sieht, sind ja so wichtig. Aber da war ich dann mehr damit beschäftigt, meinen Mageninhalt bei mir zu behalten. Denn so im Januar an der Küste ist es verdammt windig und ich habe doch so einen extrem schwachen Magen, also fühlte ich mich schlechter als auf'm Spacemountain. Dabei ist mir wieder bewusst geworden, warum ich nicht auf Achterbahnen gehe. Als wir endlich unten ankamen, war ich nassgeschwitzt, am Zittern und mir war sooooo übel.
Und dann hier... es ist toll! Ich bin total begeistert! Die Familie ist super, die Eltern noch recht jung und total nett, die beiden Mädels super süß. Haben mich direkt adoptiert, zwei Stunden nachdem ich angekommen war und wir grad wieder im Auto saßen, die Frage warum ich denn im Sommer wieder weg muss. Dazu haben beide auch noch sehr amüsante Geburtstage (2.9. und 1.4.), das kann ja nur positiven Einluss haben. Das neue Baby, was am 4. Februar kommen soll, aber auch schon früher erwünscht wird, wird übrigens noch ein Mädchen sein. Es ist anders als in Frankreich, ich fühle mich noch mehr als Gast als zum arbeiten. Man gibt sich solche Mühe mit allem und überhaupt wie was läuft, darüber wollen wir erst heute abend sprechen. Bisher wurde mir nur alles eingerichtet, ich wurde überall mit hin genommen und mir wurde die Gegend gezeigt, sogar das Haus von Bono heute (konnte man aber nicht sehen *lol*).
Gestern waren wir auch noch sofort ein bisschen unterwegs um ein Paar Kleinigkeiten zu besorgen, dabei habe ich meinen ersten irischen Regen genossen. Heute im Gegensatz dazu den erste irischen Sonnentag. Natürlich sind mir auch die ersten irischen Schafe (und dann die zweiten, dritten, vierten, ...) zu Augen gekommen und ich habe mein erstes Guiness zum Abendessen getrunken. Joah, ich mag es. Vielleicht ein bisschen lasch, wenn man anderes gewohnt ist, aber im Pub soll's nochmal viel viel besser sein.
Gestern abend hätte ich schon fast gebloggt, aber ich bin dann doch irgendwann sehr müde ins Bett gefallen, das übrigens sehr bequem ist. Und mit einer Masse an Bettdecke drauf, wie ich sie sonst nur aus Berlin kenne ;-). Mein ganzes Zimmer ist sehr schön und ich habe auch Platz ür alle meine Sachen (noch *g*) und sogar der Laptop inkl. Internet lief sofort. Heute morgen habe ich sogar ausgeschlafen, obwohl ich um 9h als ich Kinderstimmen in der Küche gehört habe auch aufgestanden bin, aber ich war tatsächlich von allein wach (ich komm ja auch dank der Zeitverschiebung eine Stunde früher ins Bett *haha*). Und nach dem Frühstück sind wir dann zu einem Spaziergang an den Strand gefahren. Nicht die Küste, die von hier aus am nächsten wäre, die wurde mir gestern schon aus dem Auto gezeigt, sondern einiges weiter südlich, eine Bucht names Brittas Bay, ein klein bisschen südlich von Wicklow. Und da war es ja so schön! Hach, schon schön, viel schöner als die überfüllten, abgemessenen Strände in Cannes. Dafür kann man in Cannes aber baden und hier geht das nur wenn man wirklich absolut verrückt und abgehärtet ist. Aber es soll Menschen geben, die das tun, nicht nur im Sommer.


Wie man sieht, Sonnenschein! Mit dem wurde ich heute morgen geweckt und der lässt erst grad nach, weil es jetzt dunkel ist. Aber sonst nur schön und blauer Himmel. Was allerdings nicht dem irischen Regenklischee widerspricht, wir hatten heute nur einfach Glück, denn meistens wechseln sich Sonne und Regen schneller ab als man gucken kann und so geht es das ganze Jahr durch.
Das einzige was noch nicht so perfekt ist, ist mein Englisch. Das macht mir doch etwas zu schaffen, ich bin anderes aus Frankreich gewohnt. Aber dafür suche ich grad schon nach Sprachkursen und bis ich wieder komme klappt das sicher um einiges besser. Also voller Motivation ins Abenteuer. Bei Chloe hilft allerdings auch das beste Englisch nicht, denn die kann kein f und v aussprechen, was das Verständnis mal richtig schwierig macht. Sophie heißt aus ihrem Mund Dopie... *g* Sophie ist da zum Glück anders und sonst erscheinen die beiden mir schon irgendwie älter als sie sind. Chloe kann zum Beispiel schon bis 20 zählen (sie kann die Zahlen nur nicht aussprechen bzw. halt anders weil f und v = d, b und p) und die ist doch grad mal 2! Und Sophie ist schon ziemlich selbstständig und auch richtig gut erzogen. Also auf jeden Fall ganz tolle Kinder. Und der Hund (Bailey, 2 Jahre) ist auch lieb und ich kann mit ihm (bzw. ihr) leben obwohl es ein Hund ist. Sie ist nur ein bisschen zu lieb und verspielt so dass man sie einfach nicht mehr los wird. Das soll's jetzt erstmal sein für heute, vielleicht finde ich ja mal irgendwas zu tun, dann fühle ich mich nicht mehr so unsinnig und muss nicht bloggen *g*. Also viele Grüße aus Dublin, wünsche euch einen schönen Abend!
14.1.07 18:23


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